Burnout,Stress & Co. – Arbeitspsychologie im Betrieb

Arbeitspsychologie im Betrieb

Burnout und Stress sind „in“ – sowohl als Medienthema wie auch als ernstzunehmende psychische Beanspruchung oder Gefährdung.

Wie geht man aber betrieblich seriös damit um bzw. was sind die realen,fachlich begründeten Handlungsoptionen für die betriebliche Personalarbeit bzw. Gesundheitsarbeit? Es lohnt sich,der Frage auf den Grund zu gehen.

Einige Fakten: psychische Belastungen und Beanspruchungen im Arbeitsprozess nehmen allgemein zu,damit einhergehend auch die diesbzgl. Krankenstände – Details aufrufen: 1.Burnout-Studie , 2.Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch .

Warum ist das so? Grundsätzlich leicht nachvollziehbar sind die objektiven Veränderungen in der Arbeitswelt – vor 50 oder 100 Jahren war weitgehend noch der Arbeitstypus der der physischen,werkzeuggestützen Arbeit im Vordergrund. Heutzutage hat sich viel in Richtung der rechnergestützten geistigen Arbeit oder der dialogisch-interaktiven Arbeit entwickelt – vereinfach gesagt sind computergestützte,smarte Arbeitsprozesse bzw. kundenorientierte Humandienstleistungen zum dominanten Arbeitstyp geworden.

Damit einhergehend kommt es natürlich zu einer betrieblichen Anforderungsverlagerung gegenüber dem Mitarbeiter: nicht mehr physische Stärke sondern geistige Flexibilität und echtes (kundenorientiertes) Einfühlungsvermögen sind gefragt, schlichtweg mentale sowie emotionale Kompetenz und Stärke samt der arbeitsunterstützenden betrieblich-organisationalen Bedingungen.

Wer persönlich und betrieblich mit diesem Arbeitstyp zurecht kommt,hat im Wettbewerb die Nase vorn! Natürlich sind diese Anforderungsverlagerungen -gerade mit Bezug auf die psychische Gesundheit der Mitarbeiter- nicht leicht zu bewältigen. Betriebliche Ansätze gibt es in Theorie und Praxis viele.

Einige Beispiele

* Individuelle,personenbezogene Herangehensweisen

Klarerweise muß man den Mitarbeitern ein gesundheitsbezogenes Thema gut präsentieren – hier eignet sich als einfache Lösung am besten der „Gesundheitspromi um`s Eck“. Ein Workshop oder Seminar  a la „Psychisch Gesundes Arbeiten, Sinnfindung, Lebensfreude“  kann persönlich durchaus motivierend sein und ist gerade in der Vorweihnachtszeit als Incentive sehr begehrt. Die realen Arbeitsprozesse werden aber davon nicht tangiert (- kurzfristige Problemlösung).

* Organisationsübergreifende Varianten

Es gibt -mit stark steigender Tendenz- eine gesundheitsbezogene Zielgruppe im Betrieb,die psychisch sehr stark belastet oder gefährdet ist (zumeist im einstelligen Prozentbereich zu finden). Was liegt näher als für diese Kollegen eine u.U. anonyme,externe Betreuung einzurichten – Psychotherapeuten und Sozialberater als Druckausgleichsventil für Betroffene. Ergebnis: ist treffgenau, leicht organisierbar berührt allerdings keine Arbeitsprozesse.

* Arbeits- und organisationsbezogene Varianten

Neben der Individualisierung und betrieblichen Ausgliederung bietet sich -als fachlicher Königsweg- ein analytischer Zugang an. Mittels bewährter arbeitspsychologischer Tools werden Arbeits- und Organisationsprozesse samt Führungsverhalten auf modifizierbare oder eliminierbare Arbeitsbelastungen hin analysiert und aus einem breitem Spektrum möglicher Lösungsansätze werden die betrieblichen relevanten bzw. machbaren ausgewählt und umgesetzt. Dies hat neben der hohen Treffgenauigkeit den Vorteil nicht nur v.a. psychische Belastungsreduktion zu bewirken sondern auch zu arbeitsmäßiger Leistungssteigerung (!!) generell und konkret beizutragen. Kurzum das betriebliche Interventionsziel schlechthin!

Fazit: wer betrieblich auf die Profession der qualifizierten Arbeitspsychologen samt deren objektiv nachvollziehbarer Werkzeuge zurückgreift, hat nicht nur die Option zur psychischen Prävention vor sich sondern auch das Argument der nachhaltigen,arbeitsbezogenen Leistungssteigerung für sich.

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